16. Januar 2026 – Zusammenfassung
Das Jahr 2026 begann stark, wobei die Geopolitik erneut im Mittelpunkt stand; von Venezuela über Grönland bis Iran. Die Reaktionen der Märkte waren bisher recht verhalten, wobei die globalen Aktienkurse, Zinsen und Devisenkurse stabil blieben. Nur Gold und Öl erreichten seit Jahresbeginn kurzzeitig Höchststände von +7 % bzw. +8 %, was die Unsicherheit der Anleger und die steigende Wahrscheinlichkeit von Negativszenarien widerspiegelt. Wir rechnen mit zwei Tail-Risk-Ereignissen, die eine starke Reaktion der globalen Märkte auslösen könnten: 1) eine Eskalation im Nahen Osten, wo höhere Ölpreise die Welt zurück in die Stagflation treiben könnten, und 2) eine gewaltsame Annexion Grönlands durch die USA, die Auswirkungen auf die NATO, den Handel und den Ukraine-Konflikt hätte. Ein daraus resultierender globaler Vertrauensschock mit einer Standardabweichung, vergleichbar mit der Zeit zwischen dem Tag der Befreiung und dem Ausbruch der Pandemie, würde das globale BIP-Wachstum um etwa 1 Prozentpunkt (von 2,9 % im Jahr 2026) verringern und zu schweren Marktstörungen führen, darunter fallende Aktienkurse (außer im Verteidigungssektor), steigende Kreditspreads, steilere Zinskurven und ein schwächerer Euro.