Die Auswirkungen von Betriebsunterbrechungen, wie z. B. Engpässe in der Lieferkette und Störungen der Logistik aufgrund extremer Wetterereignisse, sind für die Befragten das wichtigste klimabezogene Geschäftsrisiko
Politische Risiken und Gewalt steigen weltweit auf Platz 7 und erreichen damit ihre bisher höchste Position. Es überrascht nicht, dass Krieg die Gefahr ist, die Unternehmen am meisten beunruhigt, gefolgt von Unruhen, Terrorismus und staatlichen Eingriffen. Eine Lähmung der globalen Lieferkette aufgrund eines geopolitischen Konflikts, an dem mehrere große Volkswirtschaften beteiligt sind, wird von den Befragten als das plausibelste „Black Swan”-Szenario angesehen, das ihr Unternehmen in den nächsten fünf Jahren beeinträchtigen könnte.
Die makroökonomische Entwicklung fällt auf Platz 8 zurück, da die Weltwirtschaft bis 2026 eine beeindruckende Widerstandsfähigkeit zeigt. Hinter den Kulissen vollzieht sich jedoch ein Wandel der Wachstumsmotoren und eine zunehmende Komplexität. Vor dem Hintergrund erhöhter politischer und geopolitischer Unsicherheit wird die globale Dynamik zunehmend von Faktoren wie Handels- und Migrationsbeschränkungen, der rasanten Beschleunigung der KI und einem Comeback der Industriepolitik geprägt sein – in Verbindung mit bekannten Belastungen wie hohen Schuldenständen und angespannten Marktbewertungen. Unterdessen wird es 2026 zum fünften Mal in Folge zu einem Anstieg der weltweiten Unternehmensinsolvenzen kommen.
Nur wenige Dinge können so zerstörerisch und disruptiv sein wie Feuer und Explosionen, die seit jeher zu den Top 10 der Geschäftsrisiken zählen und 2026 weltweit auf Platz 9 stehen. Marktentwicklungen vervollständigen die Top 10 auf Platz 10, wobei die Teilnehmer hinsichtlich des Potenzials einer sich abzeichnenden KI-Blase vorsichtig sind. Beide Risiken werden jedoch von den Unternehmen als weniger besorgniserregend eingestuft als im Vorjahr.
Da Risiken immer komplexer und vernetzter werden, können integrierte Resilienzstrategien dazu beitragen, die Auswirkungen abzuschwächen. Unternehmen müssen nun vorausschauende Ansätze für das Risikomanagement verfolgen, darunter dynamisches Horizon Scanning, Szenario-Modellierung und strenge Stresstests. Eine integrierte Resilienzstrategie kann auch dazu beitragen, unbeabsichtigte Folgen zu vermeiden, wenn Unternehmen ihre Betriebsabläufe und Lieferketten als Reaktion auf geopolitische Risiken und Nachhaltigkeitsbedenken anpassen. KI kann Unternehmen ebenfalls dabei helfen, sich an die sich verändernde Risikolandschaft anzupassen.